Karim Benzema zurückzuholen

Real Madrid erwog im Sommertransferfenster eine Überraschungsaktion – aber am Ende wurde daraus nichts.

In den Wochen vor Schließung des Transferfensters prüfte das Madrider Management die Möglichkeit, einen alten Bekannten zurückzuholen: den Ballon-d’Or-Sieger Karim Benzema. Der 38-jährige französische Stürmer wurde als Option in Betracht gezogen, um Erfahrung und Führungsqualitäten in den Kader zu bringen, in einer Zeit voller Veränderungen.

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Doch obwohl die Idee gründlich durchdacht wurde, wurde sie nie umgesetzt. Als das Zeitfenster geschlossen wurde, hatte Benzema noch kein Angebot aus Madrid.


Ein alter Bekannter – mit einem kurzen Weg zurück

Benzema verbrachte beeindruckende 14 Saisons bei Real Madrid, bevor er den Verein 2023 verließ. Wäre er zurückgekehrt, wäre sowohl sportliche als auch institutionelle Anpassung problemlos gewesen – er kennt die Kabine, den Verein und die Anforderungen von La Liga und Champions League in- und auswendig.

Madrids Idee war es, ein erfahrenes Profil zu holen, das eine Mannschaft nachbilden könnte, die diesen Sommer große Veränderungen durchgemacht hat. Benzema passte perfekt zu dieser Beschreibung.


225 Millionen Euro wurden ausgegeben – aber nicht für Benzema

Real Madrid investierte im Sommertransferfenster rund 225 Millionen Euro – wobei Yan Diomande mit 125 Millionen Euro die teuerste Verpflichtung war.

Letztlich hielt die Sportleitung den Kader für abgesichert und entschied sich, in der letzten Phase des Fensters keine weiteren Verstärkungen zu leisten. Benzema wurde daher zugunsten anderer Positionen und Spieler mit langfristiger Laufzeit herabgestuft.


Benzema wurde Free Agent – aber zu spät

Die Situation wurde durch Benzemas eigene Vertragssituation zusätzlich erschwert. Er schloss am 31. August einen Vertrag mit Al Hilal ab, um seinen Vertrag zu beenden, und wurde somit als Free Agent verfügbar – doch dies geschah fast zeitgleich mit der Schließung der großen europäischen Ligen.

Als Madrid Anfang dieses Sommers eine Rückkehr in Erwägung zog, war Benzema noch an Saudi-Arabien gebunden. Erst als das Zeitfenster sich schloss, wurde er frei – zu spät für einen Wechsel nach Spanien.


Immer noch relevant – und mit den Toren intakt

Benzema hat zugegeben nicht aufgegeben. Er hat ein Angebot, seine Karriere fortzusetzen, und eine der in letzter Zeit entstandenen Optionen ist die MLS – obwohl er sein nächstes Ziel noch nicht bekannt gegeben hat.

Seine Zahlen aus Arabien sprechen für sich: 38 Tore in der Nationalliga für Al Ittihad, gefolgt von 10 Toren in 12 Spielen für Al Hilal. Diese Leistung erklärt, warum Real Madrid überhaupt eine Rückkehr in Erwägung zog.

Für Madrid ging es jedoch nicht darum, das Team um Benzema herum aufzubauen – sondern einfach Erfahrung und eine zusätzliche Option in entscheidenden Momenten einzubringen.


Die Zukunft: MLS oder ein neues Abenteuer?

Real Madrid hat nun die Pläne für eine Rückkehr von Benzema auf Eis gelegt und die Saison mit dem bereits bestehenden Kader beginnen. Benzema hingegen kann als Free Agent bei einem neuen Verein unterschreiben – und seine unmittelbare Zukunft wird davon abhängen, welche Angebote er in den kommenden Wochen in Betracht zieht.

Die MLS könnte eine Möglichkeit sein, aber vorerst ist alles offen für die 38-jährige Torgarantie.

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