Es stehen noch 11 Spiele für Bodø/Glimt und Viking aus, daher ist noch nichts entschieden, aber drei Punkte werden für einen Klub, der keine Punkte abgibt, sehr schwer wettzumachen.

Fredrikstad war nach einem annullierten Tor gegen Bodø/Glimt wütend. Nun räumt VAR-Chef Svein Oddvar Moen ein, dass die Situation wohl anders hätte beurteilt werden müssen – aber für FFK zu spät. Gleichzeitig hielt der neu verpflichtete Henrik Bjørdal einen Verlängerungspunkt für Viking gegen Sandefjord.

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Es war ein ereignisreicher Freitag in der Eliteserie – geprägt von VAR-Drama, einer roten Karte, einer Latte und einem späten Ausgleich, der Viking einen Punkt in Sandefjord einbrachte. – Gleichzeitig gewann Aalesund zu Hause gegen Start und kletterte auf den Qualifikationsplatz.

Die Situation erregte jedoch die meiste Aufmerksamkeit im Duell zwischen Fredrikstad und Bodø/Glimt, bei dem sich die Heimmannschaft gründlich betrogen fühlte.


“Sieht nach Onside aus”, gibt der VAR-Chef zu

Die Situation entstand, als Henrik Skogvold den Ball ins Tor brachte und es 2:1 für Fredrikstad stellte. Der Schiedsrichter erkannte jedoch Abseits ab und der Spielstand wurde annulliert. Die TV-Bilder zeigten, dass sich ein Glimt-Spieler im FFK-Stürmer befand, als der Ball durchging – was Skogvold wahrscheinlich im Vorteil gehalten hätte.

Nun gibt VAR-Chef Svein Oddvar Moen gegenüber TV 2 zu, dass die Entscheidung wahrscheinlich falsch war.

“Gestern waren die Kameras, die wir benutzen konnten, leider viel zu nah am Spiel. Auf den Bildern, die wir danach gesehen haben, sieht es so aus, als wäre es auf der Seite. Dem stimmen wir zu. Aber wir können nichts aus Bauchgefühl heraus ändern. Wir müssen sicher sein”, sagt Moen.

Er betont, dass der VAR in dieser speziellen Situation keine Rolle spielte, da sie nicht genügend gute Bilder erhielten, um die Entscheidung des Linienrichters zu überprüfen.

“Es ist wichtig klarzustellen, dass hier nicht der VAR eine Entscheidung ändert, sondern der Schiedsrichter absagt. Leider haben wir keine TV-Bilder, die beweisen können, dass die Entscheidung falsch ist”, sagt Moen.


Skogvold tobte nach dem Spiel

Henrik Skogvold war sowohl frustriert als auch niedergeschlagen, als er nach dem Spiel mit TV 2 sprach.

“Ich finde es schockierend. Es ist menschlich, Fehler zu machen, aber so selbstbewusst zu sein, ist vielleicht ein wenig provokant. Was ich aus den Informationen erfahren habe, ist, dass es eindeutig im Rechten liegt”, sagte ein sichtlich genervter Skogvold.

Bodø/Glimt gewann das Spiel schließlich mit 2:1 – und stieg damit an die Tabellenspitze. Für Fredrikstad bleibt das Vermächtnis ein Vorgeschmack auf bescheidene Punkte und das Gefühl, ihnen ein wichtiger Punkt verwehrt zu sein.


Viking rettet sich in der Verlängerung gegen Sandefjord

Während sich das Drama in Fredrikstad abspielte, herrschte auch in Sandefjord volle Spannung – wo Viking einen Albtraumstart ins Spiel hatte.

Zunächst wurde Peter Christiansens Tor in der ersten Halbzeit wegen Abseits annulliert. Kurz nach der Pause erhielt Torwart Jesper Daland direkt die Rote Karte, und Viking musste über eine halbe Stunde mit einem Mann weniger spielen.

Sandefjord nutzte den Vorteil, als Tobias Børkeeiet nach etwas mehr als einer Stunde mit 1:0 per Kopf erzielte. Kurz darauf bekam Viking jedoch eine goldene Chance zum Ausgleich vom Elfmeterpunkt – doch Kapitän Zlatko Tripic schoss den Ball an die Latte.

Doch in der Verlängerung kam die Rettung. Henrik Bjørdal – frisch bei Viking verpflichtet – trat auf und erhöhte auf 1:1, was den amtierenden Meistern einen Punkt in einem Spiel einbrachte, das ihnen lange Zeit zu entgleiten schien.


Glimt stärkt den Griff an der Leine

Der Sieg von Bodø/Glimt gegen Fredrikstad bedeutet, dass sie nun drei Punkte vor Viking an der Spitze der Eliteserie liegen.

Sandefjord hingegen kann in den letzten drei Spielen ungeschlagen nach Hause gehen – und ein Punkt gegen den Meister ist ein Ergebnis, mit dem sie trotz der Enttäuschung über den Sieg in der Verlängerung sicher zufrieden sind.

Fredrikstad bleibt nur ein Punkt übrig – und das Gefühl, dass sie drei hätten haben sollen.

Aalesund sicherte sich den ersten Eliteserien-Sieg seit 107 Tagen, als Start zu Hause mit 0:2 geschlagen wurde – ein lang erwarteter Triumph für Kjetil Rekdal und sein Team.