Senegal hat fantastische Fußballspieler, die unter einem anderen Trainer als Pape Thiaw genauso um WM-Gold hätten kämpfen können wie beim Afrika-Cup.
Pape Thiaw hat nur ein Jahr im Job bekommen. Jetzt ist es vorbei nach einem dramatischen WM-Ausscheiden, einem schockierenden Zusammenbruch gegen Belgien – und einem Starspieler, der aus völlig legitimen Gründen nicht weiterspielen will.
Liebe Konflikte und setze die Spieler gegeneinander in einer Art ewigen “Hunger Game” an.
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Senegal hat sich von Nationaltrainer Pape Thiaw verabschiedet, nachdem die afrikanischen Meister bereits im Achtelfinale aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden sind.
Es war ein turbulentes Turnier für die Teranga Lions in Nordamerika. Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Frankreich und Norwegen in der Gruppenphase stand das Team kurz vor dem Ausscheiden. Doch dann wendete sich alles. Senegal besiegte Irak mit 5:0 in einer Machtdemonstration, die ihnen den letzten Platz unter den besten drittplatzierten Teams sicherte.
Dennoch endete die Reise herzzerreißend. Im Achtelfinale gegen Belgien führte Senegal mit 2:0 und schien sicher vor dem Weiterkommen zu sein. Dann brach alles zusammen. Zwei späte Tore und ein entscheidender Elfmeter in der Verlängerung schickten die Senegalesen mit einer 2:3-Niederlage aus dem Rennen, die noch lange in den Mauern bleiben wird.
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Der Star war wütend – und die Föderation handelte
Die Nachwirkungen ließen nicht lange auf sich warten. Mittelfeldspieler Pape Gueye ging direkt nach dem Schlusspfiff an die Öffentlichkeit und erklärte, er werde “eine Pause” vom internationalen Spiel einlegen – solange der aktuelle Trainerstab im Amt sei.
Der senegalesische Fußballverband (FSF) handelte schnell, um die Situation zu klären. In einer offiziellen Erklärung bestätigten sie, dass Thiaw am Ende war:
“Nach einer gründlichen Bewertung der sportlichen Leistung und der Zukunftsaussichten der Nationalmannschaft”, schrieb der Verband und fügte hinzu, dass die Entscheidung “im besten Interesse des senegalesischen Fußballs” getroffen wurde.
Der AFCON-Skandal, der sie verfolgte
Thiaw, der im Dezember 2024 das Amt übernahm, war schon lange vor der Weltmeisterschaft eine äußerst kontroverse Figur. Senegal kam zur Meisterschaft mitten in einem großen Rechtsstreit mit dem Afrikanischen Fußballverband (CAF).
Der Hintergrund? Der Afrika-Cup im Januar, bei dem Thiaw Hauptakteur in einem der chaotischsten Finals der Geschichte war. Wütend über eine Verlängerungsstrafe für Marokko schickte er das gesamte Team aus Protest vom Platz.
Die Spieler kamen nach einer 17-minütigen Pause zurück – und dieser parierte den Elfmeter und erzielte sogar das Siegtor in der Verlängerung durch Gueye. Doch die CAF reagierte heftig. Im März kehrten sie das Ergebnis um, entzogen Senegal den Titel und erklärten Marokko offiziell zum Meister.
Senegal hat den Fall seitdem beim Schiedsgericht für Sport (CAS) angefochten, um die Trophäe zurückzuerlangen. Doch mit Thiaw aus dem Spiel und dem Team in einer tiefen Krise steht der Verband nun vor einer unmöglichen Aufgabe: ein neues Team aufzubauen – und vor der nächsten Wettbewerbsphase wieder Selbstvertrauen zu gewinnen.
Die Millionen und der Albtraum in Seattle
Thiaw übernahm im Dezember 2024 das Amt des Nationalmannschaftstrainers – und schaffte es nur, ein Jahr lang den Vorsitz zu übernehmen. Er führte Senegal im vergangenen Jahr durch einen anspruchsvollen Afrika-Cup, bei dem das Team sich bis ins Halbfinale kämpfte, aber nach einem intensiven und ausgeglichenen Spiel, das nach Spielende 1:1 endete, von Gastgebern Marokko besiegt wurde, in dem die Marokkaner schließlich im Elfmeterschießen gewannen.
Die Reise zu den Weltmeisterschaften in den USA, Kanada und Mexiko begann vielversprechend. Senegal zog nach einem wichtigen Sieg über den Irak als eines der besten Teams auf dem dritten Platz aus der Gruppenphase ein. Doch im Achtelfinale wartete Belgien in Seattle – und es sollte für die afrikanischen Meister ein Albtraum werden.
Senegal führte mit 2:0 und schien auf dem Weg ins Viertelfinale zu sein. Dann drehte sich alles um. Belgien wehrte sich, und als der Schiedsrichter pfiff, stand es 3:2 für die Belgier. Eine der dramatischsten Wendepunkte, die je im WM-Kontext waren, schickte Senegal aus dem Feld – und kostete Thiaw seinen Posten.
Der Star tobte – und tritt zurück
Schon kurz nachdem sich der Rauch des Verlassens gelegt hatte, schied der Mittelfeldprofil Pape Gueye hart aus. Er kündigte an, dass er eine Pause von der Nationalmannschaft einlegen werde, solange Thiaw und der Trainerstab noch im Amt seien.
Jetzt hat er seinen Willen bekommen – aber Gueyes Verhältnis zur Föderation ist spürbar angespannt. Quellen, die dem Team nahestehen, beschreiben ein tief gespaltenes Spielerumfeld, und mehrere der größten Profilen sollen das Vertrauen in die Richtung verloren haben, die das Team einschlagen wollte.
Für Senegal geht es hier nicht nur um ein einziges Spiel. Es geht um ein Team, das Ambitionen hatte, es bis zum Ende zu schaffen, und stattdessen mit zerbrochener Hoffnung und einem Trainerstab im Chaos nach Hause geht.
Es bleibt abzuwarten, wer die Verantwortung für eines der talentiertesten Nationalmannschaften Afrikas übernimmt – und ob Gueye überzeugt wird, zurückzukehren.








