Die norwegische Nationalmannschaft und die norwegischen Fans haben sich vor und während der gesamten Weltmeisterschaft bisher vorbildlich verhalten. Wir haben “Wikinger-Rudern” bei hohen Temperaturen, die wir hier normalerweise nicht haben, fast am Nordpol, und wir sind bei einer Weltmeisterschaft weiter gekommen als je zuvor. – Und ja, nicht zu vergessen, dass Norwegen Brasilien aus der WM rausgeworfen hat.

Sporten.com möchte diese Gelegenheit nutzen, um der norwegischen Nationalmannschaft und den norwegischen Fans zu danken. – Es war mir eine große Freude, aber die FIFA bekommt weder von uns noch von der Gastgebernation USA, die bewiesen hat, dass sie keine Fußballnation sind.

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Im Spiel zwischen England und Norwegen stand Norwegens Kronprinz Håkon Magnus auf der Tribüne, allerdings leider an einem völlig anderen Ort als er sein sollte.

Wie englische Zeitungen am nächsten Tag schreiben: Norwegische Royals in FIFAs Loge – England-Fans wüten gegen Infantino

Die Wahl des Sidekicks durch den FIFA-Präsidenten während Norwegen-England lässt englische Fans rot blicken – das gilt auch für norwegische Fans, allerdings mit einem völlig anderen Schild.

Man muss beeindruckt sein von dem Kronprinzen und seiner Fähigkeit, mit Gianni Infantino volle zwei Stunden lang zu sprechen, wahrscheinlich auf angenehme Weise. Persönlich denke ich, dass er von mir eine angemessene Vålerenga-Begrüßung erhalten hat.

Ich bin unglaublich müde von Arschlöchern, die alles tun, um das Schöne zu ruinieren.


Gianni Infantino steht ständig im Mittelpunkt der Kontroversen in der nervenaufreibendsten Phase der Weltmeisterschaft. Und die Wahl der Gesellschaft im Viertelfinale zwischen Norwegen und England hat starke Reaktionen ausgelöst.

Von Anfang an hat Infantino für Aufsehen gesorgt. Gemeinsam mit Donald Trump hat er bei dieser Weltmeisterschaft eine führende Rolle übernommen und neue Präzedenzfälle für politische Einflussnahme im Fußball geschaffen.

Und mit einer bizarren Regel, die ihn zwingt, in den Sendungen aufzutreten – was bedeutet, dass er tausende Flugmeilen in den USA, Kanada und Mexiko allgegenwärtig ist – wurde er erneut während England-Norwegen auf Kamera aufgenommen.

Doch wo er zuvor in prominenter Gesellschaft zu sehen war, war die Wahl des Sidekicks im entscheidenden K.o.-Spiel das, was die englischen Fans wirklich in Aufruhr brachte.

Die FIFA ist absichtlich blind für den Skandal, der England den Sieg über Norwegen beschert hat


Norwegischer Kronprinz neben FIFA-Chef

Infantinos Loge ist oft mit Fußball-Königen gefüllt, und England-Norwegen bildete da keine Ausnahme. Ronaldo Nazário (R9), Kaká, Alessandro Del Piero und Cafu nahmen alle ihre Plätze hinter dem FIFA-Präsidenten ein.

Doch diesmal saß neben Infantino eine andere Art von König: Norwegens Kronprinz Haakon Magnus wurde direkt neben ihm fotografiert.

Die angeblich neutrale Entscheidung des FIFA-Präsidenten, eine Figur wie den Kronprinzen an seiner Seite zu haben, wurde sofort von englischen Fans verspottet, die “Voreingenommenheit” riefen.

“Infantino sitzt neben seinem besonderen Gast – nur Norwegens Kronprinzen, verdammt. Überhaupt nicht voreingenommen – er versteckt es nicht einmal”, schrieb ein Fan in den sozialen Medien.

Ein anderer fügte hinzu: “Infantino sollte offensichtlich nicht mit Norwegens Kronprinz sitzen.”

Eine dritte Person schrieb: “Norwegens Kronprinz saß zufällig direkt neben Infantino – fast so, als wüsste er, wen er am Ende dieses Spiels beglückwünschen soll.”

Andere befassten sich mit den VAR-Entscheidungen, wie etwa der aufgehobenen Strafe gegen Djed Spence.

“Keine der Entscheidungen in diesem Spiel überrascht mich, wenn Norwegens Kronprinz neben Infantino steht”, schrieb eine vierte Person.

“Worüber können sie reden? – Die Schöne und das Biest”


Klopp und das Europäische Parlament reagieren

Der FIFA-Präsident hat bereits starken Widerstand von unter anderem von Jürgen Klopp für seine bisherigen Entscheidungen während der gesamten Weltmeisterschaft erfahren, und der Druck steigt weiter.

Infantino hat sogar 72 Mitglieder des Europäischen Parlaments zum Handeln gezwungen – kürzlich schrieben sie im Namen Belgiens einen Brief an die Fußballführer bezüglich Baloguns roter Karte und der Berufung.

Trotz ihrer Seite an Seite mit Norwegens Kronprinz und zwei höchst umstrittenen Schiedsrichter-/VAR-Entscheidungen sicherte sich England mit einem 2:1-Sieg dank zwei Toren von Jude Bellingham dennoch das Halbfinale.

Nun, jetzt kann jeder wieder nach Norwegen rudern, wissend, dass die ganze Zeit Gegenwind war. Der norwegische Fußballverband sollte sofort daran arbeiten, einen würdigen Gegenkandidaten zu Gianni Infantino zu finden, denn das ist nicht nachhaltig.