Ed Still hatte kaum Zeit, ins Büro zu gehen. Nach nur drei Monaten als Manager bei Watford ist der Belgier an der Vicarage Road fertig. – Auch wenn es schnell ging, ist das Feuer keine Überraschung.

Der 35-jährige Belgier wurde am 9. Februar mit einem zweieinhalbjährigen Vertrag verpflichtet. Er übernahm die Nachfolge von Javi Gracia, der zurücktrat, als das Team auf dem 11. Tabellenplatz lag – nur drei Punkte von den Play-off-Plätzen entfernt.

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Seitdem ist es nur in eine Richtung gegangen. Nach unten.

Fünf Niederlagen in Folge – und ein Tor in fünf Spielen

Unter Stills Führung hat Watford nur drei von 15 Ligaspielen gewonnen. Das Team ist auf den 16. Platz zurückgerutscht, 16 Punkte hinter den Top sechs und nur zehn Punkte über dem Abstiegsplatz.

Sein letztes Spiel als Trainer war die schreckliche 0:4-Niederlage am Samstag zu Hause gegen den Meister Coventry. Es war die fünfte Niederlage in Folge des Teams. In diesen fünf Spielen hat Watford 16 Gegentore kassiert – und nur eines erzielt.

Nach dem Spiel sagte Still gegenüber BBC Three Counties Radio:

“Das Ende der Saison ist notwendig. Es bleibt genug Zeit, um neu zu starten, neu zu gestalten und nach dem Sommer neu anzufangen.

Er wird nicht die Gelegenheit bekommen, diese Gelegenheit zu nutzen.

Das Chaos in Watford hält an

Watford beginnt nun mit der Suche nach ihrem 15. Trainer – ohne Interimstrainer – seit September 2019, als Gracia den Verein erstmals verließ. Seit dem Ende der Saison 2020/21 ist dies der zwölfte Manager, der geht.

Die Stellungnahme des Vereins lautet:

– Watford FC hat heute frühzeitig mit Cheftrainer Ed Still vereinbart, die Zusammenarbeit zu beenden. Der Trainer der ersten Mannschaft, Karim Belhocine, hat den Verein ebenfalls verlassen. Wir wünschen ihnen alles Gute für ihre zukünftigen Karrieren.

Unvermeidliches Ende

Laut Kommentatoren ist die Entlassung seit mehreren Wochen unvermeidlich. In den letzten zwei Monaten waren die Ergebnisse katastrophal, die Leistungen miserabel und taktisch fehlte dem Team sowohl Struktur als auch ein erkennbarer Spielplan.

Die Spieler wirken gelangweilt. Moral, Selbstvertrauen, Vertrauen und Teamgeist sind am Boden. Besitzer Gino Pozzo ist nicht dafür bekannt, in solchen Situationen durchzuhalten, und

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