Das geschah, als Frankreich bei der Weltmeisterschaft auf den Irak traf – ein Spiel, das von Blitzen, Donner und wassergetränktem Rasen geprägt ist.

Frankreich holte sechs von sechs möglichen Punkten in Gruppe I in einem Weltmeisterschaftsspiel, das für Didier Deschamps alles andere als einfach war. Zwei Stunden Sturmunterbrechungen, ein hartnäckiger irakischer Gegner und ein Spielfeld, das immer durchnässter wurde – all das erhöhte die Belastung für die französischen Stars.

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Kylian Mbappé traf zweimal und brach damit Miroslav Klose’ historischen WM-Rekord von 16 Toren. Dann sorgte Ousmane Dembele dafür, seine eigene Playoff-Durststrecke zu durchbrechen – bei seinem 20. Länderspiel in einem Major – und prägte das Spiel endgültig.


Mbappé-Juwel brachte Frankreich in Führung – bevor der Sturm ihr ein Ende setzte

Frankreich dominierte das Spiel von Anfang an, und es dauerte nur 14 Minuten, bis sich reiner Individualismus auszahlte. Michael Olise – der still und leise eine bemerkenswerte Bilanz mit fünf Toren in seinen letzten drei Länderspielen aufbaut – fand Mbappé auf der rechten Seite. Der Stürmer von Real Madrid stürmte auf die Kanone zu und schoss mit dem linken Fuß einen wahnsinnigen Linksschuss, der an Torwart Ahmed Basil vorbeizischte.

Ein wunderschönes Tor – und sein 15. im Kontext einer Weltmeisterschaft. Damit ist er erst der vierte Spieler in der Geschichte, der diesen Meilenstein erreicht, nach Messi, Klose und Ronaldo.

Der Irak weigerte sich, zusammenzubrechen. Ali Al Hamadi, der früh ins Spiel kam, als Ayman Hussein mit einem Leistenschuss aufs Feld gehen musste, verschaffte den Irakern eine schöne Ankerposition nach vorne. In der 28. Minute köpfte er knapp außerhalb des Strafraums nach einer verlockenden Flanke von Doski.

Kylian Mbappé aus Frankreich feiert nach seinem Tor bei der Weltmeisterschaft.

Dann öffnete sich der Himmel. Donner, Blitz und strömender Regen zwangen beide Mannschaften kurz vor der Halbzeit vom Spielfeld. Die Zuschauer wurden in einen Unterschlupf geschickt, während das Spielfeldpersonal Schwierigkeiten hatte, einen Rasen zu entwässern, auf dem das Spiel schnell unmöglich wurde.

Nach fast zwei Stunden Unterbrechung wurde das Spiel wieder aufgenommen – auf einem Spielfeld, das so mit Wasser durchnässt war, dass schwimmender Fußball fast unmöglich wurde.


Patzer des Irak bescherten Frankreich nach der Pause zwei schnelle Tore

Der Irak begann die zweite Halbzeit vielversprechend auf einem Platz, der dem Außenseiter zugutekam. Sie gewannen Mittelfeldkämpfe und begannen, Wege durch den französischen Druck zu finden. Doch zwei kostspielige Einzelfehler entschieden das Spiel innerhalb von zwölf Minuten.

Nach 54 Minuten wurde ein kurzer Torschuss direkt in die Beine eines französischen Spielers hoch oben auf dem Spielfeld gespielt. Dembele nahm den Ball, zeigte herausragende Mannschaft und legte ihn perfekt zu Mbappé, der den Ball problemlos ins leere Tor rollen konnte.

Zwölf Minuten später erhielt Dembéle seine eigene Belohnung. Olise spielte einen rutschenden Pass, der den Flügelspieler allein auf der rechten Seite durchschickte, und er schoss mit einem flachen, harten Schuss, der an Basil vorbei ins untere linke Eck sauste – sein allererstes Tor bei einer Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft nach 20 Spielen in großen Meisterschaften.


Frankreich rollte komfortabel auf die Ziellinie zu.

Désiré Doué feuert Frankreich an.

Als das Spiel entschieden war, nahm Deschamps große Änderungen vor. Cherki, Doué, Gusto und Akliouche bekamen alle ihre ersten Erfahrungen mit WM-Fußball, während Frankreich die Schlussminuten mühelos kontrollierte. Der Irak drängte weiter nach vorne, und Al Hamadi war in der 76. Minute nur eine Haarlänge vom Ehrentor entfernt – er köpfte aus kurzer Distanz knapp vorbei, während Maignan überspielt wurde.

Mbappé hatte eine letzte Chance zu glänzen, doch er schoss aus kurzer Distanz aus kurzer Distanz über das Tor, als er in der 90. Minute allein durchkam. Kurz darauf wurde er unter warmem Applaus abgesetzt – die Aufgabe war erledigt.