Celtic stand kurz davor, das Ligagold zu verlieren. Dann stellten sie alles auf den Kopf – in der Verlängerung. Mit zwei wichtigen Toren am Ende sicherten sich die Bhoys ihren fünften schottischen Meistertitel in Folge in einem Spiel, das alles bot.

Um die Goldmedaille zu sichern, benötigte Celtic alle drei Punkte. Nichts weniger würde ausreichen. Und der Gegner? Hearts – ein Team ohne jeglichen Respekt vor Dramaturgie.

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Hearts Shock kurz vor der Halbzeit

Die Gastgeber starteten am besten. Bereits nach drei Minuten köpfte Auston Trusty aus kurzer Distanz knapp außen. Celtic hatte die meiste Zeit den Ball, aber Hearts waren bei Kontern gefährlich.

Lawrence Shankland war überall. Zuerst köpfte er nach einer perfekten Flanke von Harry Milne knapp am Tor vorbei. Dann legte er Pierre Landry Kabore – zweimal – bereitet, beide Schüsse nur knapp am Tor vorbei.

Auf der anderen Seite hatte Celtic Schwierigkeiten, Chancen zu kreieren. Sebastian Tounekti zwang Alexander Schwolow zu einer routinemäßigen Parade, aber das war alles.

Dann, in der 43. Minute: Stephen Kingsley schlug eine einladende Ecke in den Strafraum. Shankland schwebte in die Höhe. Kurs. Ziele. 1:0 für die Gäste.

Celtic stand unter Schock.

Elfmeter kurz vor der Pause

Aber Champions steigen auf. Tief in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gewann Yang Hyun-Jun einen Freistoß auf der rechten Seite. Dann – eine Hand von Alexandros Kyziridis im Box.

Der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeter.

Arne Engels nahm den Ball, atmete ruhig – und schoss ihn eiskalt ins Tor. 1:1 zur Halbzeit. Celtic war wieder im Spiel.

Druck, Stange und Drama

Die zweite Halbzeit war eine lange, meisterhafte Belagerung. Daizen Maeda köpfte aus kurzer Distanz über das Tor. Benjamin Nygren und Engels vergaben beide große Chancen. Celtic gab alles, was sie konnten.

Herzen waren immer noch manchmal gefährlich. Alan Forrest zwang Viljami Sinisalo zu einer starken Parade, und Claudio Braga sorgte für Unruhe.

Auf der anderen Seite traf Kelechi Iheanacho aus der Distanz den Pfosten. Nygren wurde von Schwolow gestoppt. Der Titel hing an einem seidenen Faden.

87. Minute: Jubel – und VAR-Check

Dann, schließlich, in der 87. Minute: Der eingewechselte Callum Osmand stürmte in den Strafraum, machte Platz für Maeda – und aus kurzer Distanz schob er den Ball ins Tor.

Aber dann kam der VAR-Check. Mögliches Abseits. Das gesamte Celtic-Publikum hielt den Atem an.

Das Ziel blieb bestehen. 2–1. Celtic führte zum ersten Mal im Spiel.

98. Minute: Die Party geht los

Hearts versuchten in acht Minuten Nachspielzeit alles. Michael Steinwender köpfte nach einer Ecke knapp vorbei. Es reichte nicht.

In der 98. Minute nahm Callum McGregor den Ball, stürmte durch das Mittelfeld – und spielte ihn zu Osmand. Offenes Tor. 3–1.

Das Spiel war vorbei. Die Serie war gewonnen.

Fünf Runs in Folge für Bhoys

Celtic konnte endlich ihre Freude entfesselen. Der 3:1-Sieg bescherte ihnen ihren fünften schottischen Meistertitel in Folge – eine Leistung, die nur die größten Teams erreichen können.

Für Hearts: Ruhm in Niederlage. Für Celtic: wieder ein Gold.


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