Australien trotzte allen Widrigkeiten und besiegte die Türkei im Auftaktspiel der Weltmeisterschaft.

Nestory Irankunda erzielte, feierte und tat genau das, was er sich immer versprochen hatte. Nachdem Australien die Türkei am Samstag im WM-Eröffnungsspiel mit 2:0 besiegt hatte, ging der Watford-Stürmer auf die Knie und ahmte die ikonische Boxerfeier nach, die Tim Cahill berühmt machte.

“Tim Cahill ist meine größte Inspiration, wenn es um Fußball geht”, strahlte Irankunda nach dem Spiel.

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“Er und Lionel Messi. Tim Cahill – meiner Meinung nach Australiens bestes aller Zeiten. Ich dachte, wenn ich treffe, mache ich das Gleiche wie er. Und ich konnte es tun.”

Irankunda ist nun Australiens jüngster Weltmeister aller Zeiten – 20 Jahre und 125 Tage alt. Er bricht den Rekord von Brett Holman, der 2010 gegen Ghana 26 Jahre und 84 Tage alt war.

Sein Ziel erfüllte den Anlass. Nach einem Pass vom ebenfalls jugendlichen Paul Okon-Engstler nahm Irankunda einen brillanten ersten Ballkontakt, schuf sich Platz im Strafraum und schoss flach in die lange Ecke.

Connor Metcalfe erhöhte nach schlampigem türkischen Spiel auf 2:0, und Tony Popovics Mannschaft hielt stand – eines der bisher größten Ergebnisse der Meisterschaft.

Die Türkei, erstmals seit 2002 wieder bei der Weltmeisterschaft, dominierte über lange Zeiträume hinweg. Abdulkerim Bardakci hatte einen Distanzschuss, den Torwart Patrick Beach an den Pfosten lenkte – ein überraschender Start vor dem erfahrenen Mat Ryan, der sein erstes Pflichtspiel für Australien bestritt.

Beach parierte zudem einen Freistoß von Arda Güler und hielt in der zweiten Halbzeit einen Schuss aus kurzer Distanz von Zeki Çelik ab.

“Das haben wir schon immer gesehen”, sagte Popovic über seinen Torwart. “Ich habe großes Vertrauen in den jungen Mann. Er ist heute aufgetaucht, und ich freue mich für ihn.”

“Die Leute unterschätzen uns, und heute haben wir ihnen gezeigt, dass wir spielen können”, sagte Irankunda mit einem breiten Lächeln. “Sie hatten viel mehr Ball, aber wer hat die Tore geschossen? Wir haben die Tore erzielt.”

Popovic, beim Schlusspfiff sichtlich gerührt, hielt seine Worte einfach: “Stolz. Ich bin stolz, hier als Cheftrainer zu sein. Das zu erleben, Menschen, die so weit gereist sind, um uns zu unterstützen, zum Lächeln zu zaubern – ich freue mich einfach für eine tolle Gruppe junger Männer.”

Zur Zusammenarbeit zwischen Irankunda und Okon-Engstler beim Führungstor fügte er hinzu: “Es war etwas ganz Besonderes, die beiden jungen Jungen zusammenspielen zu sehen. Man kann nicht unterschätzen, was das mit Selbstvertrauen und Glauben bewirkt. Emotional wird dieses Spiel den Spielern viel geben.”

Australien trifft als Nächstes auf die Vereinigten Staaten – mit der Chance, sich fast den Einzug in die Playoffs zu sichern.