Die französische Fußballlegende Zinedine Zidane wartet schon lange auf seinen Traumjob. – Und jetzt, da die Weltmeisterschaft für Frankreich vorbei ist, hat Nationaltrainer Didier Deschamps keine Gelegenheit, seine Entscheidung zum Rücktritt rückgängig zu machen, wie er es sowohl nach der letzten Europameisterschaft als auch der Weltmeisterschaft getan hat.
Das ist nicht der Grund, warum Zinedine Zidanes Traumjob auf Eis gelegt wird, aber ein bürokratischer Absatz sorgt für einen Schraubenstoß.
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Es sah so aus, als würde sich das Schicksal endlich erfüllen: Zinedine Zidane auf der Bank der französischen Nationalmannschaft. Nach Jahren voller Spekulationen, Gerüchte und Sehnsucht schien alles zusammenzufügen, als Didier Deschamps nach dem WM-Ausscheiden gestern Abend gegen Spanien zurücktrat. Der Weltmeistertrainer hatte bereits angekündigt, dies sei seine letzte Meisterschaft mit Frankreich – und nun ist sein Stuhl frei.
Alle Augen sind auf Zidane gerichtet, den Mann, der seit seinem Weggang von Real Madrid nicht mehr trainiert hat und der geduldig auf genau diesen Moment gewartet hat.
Man muss noch ein bisschen länger warten
Doch leider für Zidane – und für alle französischen Fußballfans – deutet alles darauf hin, dass er noch geduldiger sein muss.
Laut der französischen Zeitung L’Équipe hat der Gemeinsame Ausschuss (Senat und Nationalversammlung) bereits am 8. Juli dieses Jahres eine neue Höchstgrenze für öffentliche Ämter beschlossen: 450.000 Euro brutto pro Jahr. Dies entspricht dem Gehalt des Vorsitzenden eines staatlichen Industrie- und Handelsunternehmens.
Das Problem? Das ist etwa zehnmal weniger als das, was Didier Deschamps als Nationaltrainer verdiente. Und weit unter dem, was Zinedine Zidane – einer der größten Namen der Fußballgeschichte – erwarten kann.
Eine Gesetzesänderung ist notwendig – der Minister hält die Tür offen
Der französische Fußballverband befindet sich daher in einer anspruchsvollen Lage. Um Zidane ein Gehalt zu bieten, das seinem Status entspricht, müssen sie dieses Gesetz geändert haben – und das erfordert die Zustimmung von Marina Ferrari, Frankreichs Ministerin für Sport, Jugend und Sozialleben.
In einem Interview mit France 2 am Mittwochmorgen eröffnete Ferrari die Möglichkeit:
“Zidane ist eine gute Option für die Nationalmannschaft”, sagte sie, fügte aber schnell hinzu:
“Es liegt jedoch nicht am Sportminister zu entscheiden, wer der nächste Trainer wird.
Der Weg bisher: vom Madrid-Meister zum Nationalmannschafts-Guru?
Zinedine Zidanes Geschichte als Trainer ist bereits legendär. Drei aufeinanderfolgende Champions-League-Titel mit Real Madrid. Zu La Liga Gold. Eine Aura, die nur wenige erreichen können. Seit seinem Weggang von Madrid im Jahr 2021 ist er ohne Job – aber nicht ohne Angebot.
Er hat Manchester United, PSG und mehrere der größten Vereine der Welt abgelehnt. Für Zidane ging es immer um eine Aufgabe: die französische Nationalmannschaft. Das war der Traum. Das Ziel. Das letzte große Kapitel.
Nun, endlich, mit offener Tür, droht eine Lohnbeschränkung des französischen öffentlichen Dienstes, allem ein Ende zu setzen.
Die Fans warten. Die Föderation wartet. Zidane wartet.
Die Frage ist, wie lange – und ob die Gesetzgebung dem unangefochtenen König des Fußballs beugen wird.
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