Das letzte Mal, dass Tottenham aus der höchsten englischen Liga abstieg, war 1977, vor der Gründung der Premier League. – Nach zwei Saisons am Abgrund, nur einen Punkt über dem Abstieg, musste alles umgekehrt werden. Roberto De Zerbi wurde als neuer Trainer verpflichtet, während sie sich dem Spielerkauf im Wert von 300 Millionen Pfund nähern.

Die Niederlage am Samstag im Auftakt der Premier League mit 0:3 gegen Brentford lag nicht nur daran, dass Brentford gut spielte, sondern die Tottenham-Spieler waren bereits müde und unmotiviert. Kein brennendes Engagement für den Verein oder gar seine eigene Karriere.

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Es sind noch 37 Spiele in der Premier-League-Saison, aber sofern nichts Drastisches passiert, wird Tottenham das Team sein, das jeder schlagen kann.

Tottenhams milliardenschweres Projekt scheitert – erneut: “Ihnen fehlen Führungspersönlichkeiten”

Tottenham sollte bereit für das Goldmedaillenspiel sein. Stattdessen wurden sie von Brentford gedemütigt. Jetzt toben die englischen Experten: “Woher wird Kreativität kommen?” Und wie kann ein 20-Jähriger Kapitän eines Teams sein, das Milliarden ausgegeben hat?

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Tottenham ging mit großen Ambitionen in die Saison. Nach mehreren Jahren schwankender Ergebnisse und unzufriedener Fans entschied sich der Verein, stark in den Transfermarkt zu investieren. Der Sommer 2026 war geprägt von Rekordacts: Conor Gallagher, Sandro Tonali und Mateus Fernandes wurden für insgesamt 200 Millionen Pfund verpflichtet. Sportdirektor Johan Lange und Trainer Roberto de Zerbi versprachen eine neue offensive Identität – und die Fans glaubten endlich, dass der Goldhunger zurück sei.

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Dann kam Brentford zurück, nachdem es in der Sommervorbereitung vielversprechend aussah. Und alles zerfiel.


Brentford 3-0 Tottenham: Ein Zeitlupen-Tief

Von der ersten Minute an wirkte Tottenham wie ein Team ohne Rückgrat. Brentford, angeführt vom furchtlosen Mathias Jensen und dem Rekordverpflichteten Mamadou Sangaré, dominierte die Spurs mit einer Energie und Disziplin, die den Gästen völlig fehlte.

Die Gastgeber gewannen die Duelle, kontrollierten das Mittelfeld und nutzten jede einzelne Schwäche von Tottenham aus. 3:0 war kein Glück – es war eine Fußballstunde.

Obwohl Gallagher, Tonali und Fernandes zum ersten Mal zusammen waren (Fernandes vor der zweiten Halbzeit), wirkten sie auf dem Platz wie Fremde. Kein Automatismus, keine Sicherheit, kein Management.


Die Experten: “Sie haben keine Duelle gewonnen”

“Du musst sagen, dass das ein Team von Fremden war. Sie verstanden einander nicht, und zur Verteidigung gab es keine Partnerschaft zwischen Van Hecke und Senesi. Sie haben keine Duelle gewonnen, und ich mochte das Team nicht, als ich die Startaufstellung sah. Gallagher auf Platz 10? Woher sollte Kreativität kommen? Die Hoffnung für Tottenham ist, dass es in sechs Wochen nicht mehr dasselbe Team sein wird. Es gab viele enttäuschende Faktoren, und sie müssen in allen Grundfertigkeiten viel besser werden, um Spiele zu gewinnen”, sagte Jamie Redknapp zu Sky Sports.


Rooney: “Einen 20-Jährigen als Kapitän zu haben, sagt alles”

In der BBC-Sendung “Match of the Day” war der Ton noch härter. Sowohl Alan Shearer als auch Wayne Rooney gruben in die Wunde:

“Es zeigt, dass es an Führungskräften im Kader mangelt, wenn ein 20-Jähriger Kapitän wird. Das sagt alles darüber aus, dass es in dieser Gruppe nicht viele Führungstypen gibt. Jemand muss auftauchen und Verantwortung übernehmen – sonst werden sie immer wieder mit demselben Problem kämpfen”, sagte Rooney, sichtlich enttäuscht von der Wahl des 20-jährigen Archie Gray als Kapitän.


Was jetzt?

Tottenham wird diese Woche voraussichtlich erneut unterschreiben – Manchester Citys Savinho und Omar Marmoush sind auf dem Weg. Aber die Frage, die die Fans stellen, ist wie immer dieselbe: Hilft es mit mehr neuen Gesichtern, wenn niemand auf dem Spielfeld oder im Vorstandszimmer die Führung übernimmt?

Und mit harten Spielen gegen Liverpool und Arsenal vor der Tür könnte der Herbst bereits kurz vor dem Ausbruch stehen – noch bevor er überhaupt begonnen hat.

Eines ist sicher: Geld allein kauft weder Einheit, Autorität noch Respekt. Und im Moment fehlen Tottenham alle Rollen.

Einen Abstieg für Tottenham ist schwer vorherzusagen, aber niemand glaubte an zwei 17. Plätze in Folge. – Vor dem Wochenende sprachen Experten von einem Top-6. Platz bei Spielen in Europa, jetzt scheinen dieselben, normalerweise selbstbewussten Kommentare unsicher zu sein.

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