Andreas Schjelderup ging als Einwechselspieler in die Weltmeisterschaft. Er verließ die Meisterschaft als einer der begehrtesten Nachwuchsspieler des Turniers. Nun steht Benfica vor einer “unmöglichen Wahl”: Versuchen Sie, den Vertrag zu verlängern – oder verkaufen Sie sie für ein Vermögen.
Der norwegische Nationalspieler kam schweigend zur Weltmeisterschaft, als Einwechselspieler im norwegischen Kader. Er verließ die Championship als Stammspieler – und Torschütze – im Drama gegen England (1-2). Zwei Vorlagen für Erling Haaland gegen Brasilien (2:1) waren keine Kleinigkeit. Doch das Spiel am Samstag gegen England etablierte den 22-Jährigen als einen der aufregendsten Flügelspieler Europas. Und das ist nicht unbemerkt geblieben.
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Jetzt steht Schjelderup ernsthaft auf dem Radar von Haien aus den größten Ligen – und der Preis ist in die Höhe geschossen.
Benfica in einer Zwickmühle
Das Verhältnis zwischen Schjelderup und Benfica war bereits vor der Weltmeisterschaft angespannt. Der Verein hat einen Verlängerungsvorschlag vorgelegt, aber der Spieler hat noch nicht reagiert. Laut Informationen, auf die ein BOLA Zugriff erhalten hat, ist der Prozess nicht einfacher geworden. Im Gegenteil.
Schjelderup erwägt nun ernsthaft, Luz bereits diesen Sommer zu verlassen – obwohl ihm noch zwei Jahre Vertrag verbleiben. Das trennt ihn von António Silva, der noch ein Jahr hat und ebenfalls nicht verlängert hat. Aber Schjelderup ist im Aufstieg, und das weiß er. Benfica weiß das auch.
Für Marco Silva ist der Norweger ein relevantes, wertvolles und vielleicht dringendes Element im Angriff. Neben Aursnes – die ebenfalls nicht bei der Weltmeisterschaft teilnehmen – fehlt Schjelderup sicher, wenn Benfica am 23. Juli in die Schweiz antritt, um gegen St. Gallen zu spielen. Marco Silva selbst hat dies anerkannt.
Doch Benficas Sportdirektor Mário Branco und Vereinspräsident Rui Costa sehen die Situation möglicherweise anders.
Millionen kommen – aber ein großes Ereignis fehlt
Benfica hat bereits über 40 Millionen Euro durch kleinere Verkäufe und Boni im Transferfenster verdient. Doch die Kassen des Vereins fehlen immer noch die großen Verkaufszahlen. Es könnte durchaus Schjelderup sein.
Ein Verkauf des Norwegers würde Marco Silva schaden. Es würde Benfica aber auch finanzielle Erholung verschaffen, Spieler zu verpflichten, die der Trainer bereits für mehrere Positionen identifiziert hat. Das ist ein klassisches Dilemma: Den Star behalten – oder verkaufen, um das Team breit zu stärken.
Vor der Weltmeisterschaft und nach einem guten Saisonende lag der Preis bei etwa 40 Millionen Euro. Es schien schon hoch zu sein. Jetzt, nach den Einblicken in die Weltmeisterschaft, wird Benfica keine Verhandlungen für weniger aufnehmen. Mit noch zwei Jahren Vertrag und einer Auskaufsklausel von 100 Millionen Euro befinden sie sich in einer starken Verhandlungsposition.
Der Traum von England
Schjelderups Wunsch, in England zu spielen, ist kein Geheimnis. Die Premier League hat dem Norweger noch nie mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Tottenham, Chelsea und Liverpool sollen laut den neuesten Marktinformationen die Lage genau beobachten.
Doch die Herausforderung für die Vereine, die ihn verpflichten wollen, ist zweigeteilt: Benfica verlangt eine enorme Menge, und Schjelderup selbst scheint zunehmend entschlossen, dass der Weg nach vorne über Lissabon hinaus führt.
Nun wartet eine Pause, bevor er nach Seixal zurückkehrt. Sollten die Austrittsverhandlungen bis dahin nicht abgeschlossen sein, stehen verpflichtende Gespräche mit Marco Silva, Mário Branco und Rui Costa an. Der Vorschlag zur Verlängerung liegt auf dem Tisch. Doch vor allem liegt die Entscheidung über die Zukunft in Schjelderups eigenen Händen.
“Ich fühle mich bestohlen”
Nach dem WM-Ausscheiden gegen England war Schjelderup deutlich betroffen. In einem Interview äußerte er seine Frustration über die Schiedsrichterentscheidungen und das Gefühl, für eine der größten Errungenschaften in der norwegischen Fußballgeschichte “geraubt” zu werden.
Aber eines ist sicher: Egal, was in Zukunft passiert, Schjelderup hat der Welt gezeigt, worin er gut ist. Jetzt liegt es an Benfica – und den umkreisenden Haien – zu entscheiden, wie viel sie bereit sind für eines der aufregendsten Fußballtalente Europs zu zahlen.
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