Es war Marokkos Abend und mit einem verdienten Sieg nach Hause.
Schottland fühlt sich bei der knappen 0:1-Niederlage gegen Marokko in Gruppe C um einen Elfmeter betrogen – und ein ehemaliger Schiedsrichter ist der Meinung, dass die Entscheidung falsch war. Es mangelte nicht an Dramatik, als Schottland im zweiten Gruppenspiel auf Marokko traf. Die Niederlage kam zwar, aber nicht ohne heftige Kontroversen. In der zweiten Halbzeit wurde den Schotten ein von vielen als klarer Elfmeter beschriebener Elfmeter verwehrt.
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Marokko sicherte sich den Sieg und kletterte dank Ismael Saibaris frühem Tor an die Spitze der Gruppe – zumindest für eine Weile. So schrieben die Nordafrikaner Geschichte und erreichten einen Spitzenplatz, der vor den Playoffs die bestmögliche Setzliste bieten wird.
Schottische Frustration und schwache Zahlen
Steve Clarkes Männer hatten Schwierigkeiten, eine kompakte marokkanische Mannschaft zu brechen. Trotz sechs Abschlüsse erzielten sie kein einziges Tor. Die Statistiken sprechen für sich – aber dennoch wird Schottland mit dem Gefühl zurückbleiben, die Chance verwehrt zu haben, das Spiel zu drehen.
McTominay foulte – der Schiedsrichter verweigerte
Das große Kontroversenthema entstand, als Scott McTominay nach einem Duell mit Neil El Aynaoui im Peloton zu Boden ging. Der Marokkaner schien den Schotten am Bein zu treffen, doch Schiedsrichter Ilgiz Tantashev zeigte kein Interesse. Er winkte heftig bei Protesten, und VAR griff nicht ein, um ebenfalls zu korrigieren.
Schiedsrichter-Experte: “Sehr klarer Elfmeter”
Nach dem Spiel gab es im Studio jedoch kaum noch Einigkeit. Die ehemalige oberste Richterin Christina Unkel war in ihrer Einschätzung bei der ITV-Sendung scharf:
“Das Erste, worauf der VAR achten muss, ist, ob der Ball auch nur einen Ballkontakt hat. Die Antwort ist nein. Es gibt eine Beinbremse von hinten, die die linke Wade trifft. Das ist meiner Meinung nach ein klarer Elfmeter – und ein Fehlschuss von VAR”, sagte sie.
Duncan Ferguson stimmte schnell zu: “Es war ein Elfmeter. Es gibt klaren Kontakt, und McTominay wird zu Boden gehen”, sagte er.
Roy Keane ist anderer Meinung – und damit allein
Roy Keane hingegen zog in die entgegengesetzte Richtung: “Ich glaube nicht, dass es ein Elfmeter ist, so einfach ist das. Er wird fallen”, sagte der ehemalige Kapitän von Manchester United.
Keane schien jedoch mit dieser Einschätzung ziemlich allein zu sein. Sowohl im RTÉ-Studio als auch unter seinen Landsleuten Kevin Doyle, Stephen Hunt und Stephen Kelly herrschte breite Einigkeit darüber, dass Schottland einen Elfmeter hätte bekommen müssen.
Schottland musste daher mit einer 0:1-Niederlage verlassen – und mit dem starken Gefühl, einen entscheidenden Moment des Spiels betrogen zu haben.
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