Richarlison ist aus dem Premier-League-Kader von Tottenham ausgefroren und hat nun Anwälte hinzugezogen, um zu prüfen, ob er seinen Vertrag mit dem Verein kündigen kann. Brasilianische Quellen halten die Situation für unhaltbar – und verweisen auf den brutalen Bruch eines ehemaligen Premier-League-Stars als möglichen Präzedenzfall.

Richarlison hat seinen Konflikt mit Tottenham Hotspur auf ein ganz neues Niveau gehoben. Laut TEAMtalk hat der brasilianische Stürmer Anwälte konsultiert, um zu beurteilen, ob er seinen Vertrag kündigen und den Verein kostenlos verlassen kann.

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Der Brasilianer prüft nun, ob er argumentieren kann, dass Tottenham ihm das Recht entzieht, seinen Beruf auszuüben. Der Hintergrund ist, dass Roberto De Zerbi sich gnadenlos dafür entschied, den 29-Jährigen aus dem Premier-League-Kader des Vereins auszuschließen – was bedeutet, dass er monatelang ohne Erstmannschaftsspiel riskiert.

Hatte Gespräche mit Anwälten

Quellen sollen wissen, dass Richarlison und seine Vertreter mit einem Team von Anwälten in Gesprächen sind, um zu untersuchen, ob es eine Möglichkeit gibt, den Spurs-Vertrag über FIFA zu kündigen.

Tottenham akzeptiert keineswegs, dass er Gründe hat, den Verein zu verlassen. Aber Richarlison selbst ist der Meinung, dass die Situation, in der er sich befindet, unhaltbar ist.

Der 29-Jährige wurde nach seiner Ablehnung einer Rückkehr zu Everton im Transferfenster aus dem Premier-League-Kader von Tottenham ausgeschlossen. Diese Entscheidung soll die Spurs wütend gemacht haben.

Alles war bereit, damit Richarlison zu seinem ehemaligen Verein zurückkehren konnte. Tottenham wollte ihn loswerden, nachdem sie deutlich gemacht hatten, dass er nicht Teil der Pläne war – und De Zerbi hatte den Transfer genehmigt.

Aber Richarlison entschied, dass er nicht gehen wollte. Jetzt zahlt er den Preis: Das Fehlen im Premier-League-Kader bedeutet, dass er frühestens im Januar wieder in der Liga spielen kann.

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Tottenham sehr frustriert

Tottenham war sehr frustriert über die Situation. Der Verein war bereit, Richarlison gehen zu lassen, und hatte bereits seinen Abgang arrangiert – nur um vom Spieler selbst abgelehnt zu werden.

Nun könnte der Streit vor Gericht enden. Richarlisons Lager wird den Fall seines Landsmanns Renan Lodi genau untersuchen. Lodi ergriff einseitige Maßnahmen gegen Al-Hilal, nachdem er aus dem in Saudi-Arabien registrierten Kader ausgeschlossen wurde – und hatte Erfolg.

Ich werde dem Beispiel von Lodi folgen.

Lodi beendete seinen Vertrag mit dem saudischen Klub im September 2025, nachdem er aufgrund der Beschränkungen für ausländische Spieler in der Liga ausgeschlossen worden war.

Der Verteidiger behauptete, er habe seit mehreren Wochen versucht, eine einvernehmliche Lösung mit Al-Hilal zu finden, aber keine Antwort erhalten – bis er sich entschied, seine Rechte als Angestellter geltend zu machen.

Al-Hilal bestätigte später, dass er Lodis Entlassung erhalten hatte, nachdem dieser nach Brasilien gereist war und mit rechtlichen Schritten gedroht hatte, um die Interessen des Vereins zu schützen. Diese Angelegenheit steht nun eindeutig auf Richarlisons Radar.

Das Argument des Tottenham-Stürmers ist, dass die Bindung an einen Verein und die Spielverweigerung bedeuten kann, dass man der Gelegenheit verwehrt wird, seinen Beruf auszuüben.

Die Spurs sind da entschieden anderer Meinung. Laut TEAMtalk geht Richarlison die Angelegenheit nun weiter, und seine Vertreter untersuchen, ob der Fall Lodi einen Präzedenzfall für seine eigene Situation schaffen kann.

Zwei Transfers sind bereits zusammengebrochen

Das Timing ist wichtig. Richarlison hat bereits zwei Transfers verloren.

Seine Rückkehr zu Everton scheiterte, nachdem er selbst beschlossen hatte, nicht zu gehen – obwohl Tottenham deutlich gemacht hatte, dass sie bereit waren, den Transfer zu genehmigen. Ein Wechsel zum großkaufenden türkischen Klub Trabzonspor ist ebenfalls nicht zustande gekommen.

Gleichzeitig ist Vasco da Gama bereit, Richarlison einen Weg zurück nach Brasilien anzubieten, wie TEAMtalk Anfang dieses Monats enthüllte. Die Parteien haben bereits Gespräche geführt.

Doch hier hört es auf: Richarlison möchte Tottenham als Free Agent verlassen – und dann nach einer Zeit bei Vasco im Januar wieder die Möglichkeit haben, zu wechseln.

Sein aktueller Vertrag bei den Spurs läuft bis zum Saisonende. Aber nun prüft sein Team, ob sie den Deal lange vorher abschließen können.