Allen war bewusst, dass es für Aalesund in der Eliteserien schwierig werden würde, daher ist es nicht die Tabellensituation direkt oberhalb der Abstiegsgrenze, die die Zukunft von Cheftrainer Kjetil Rekdal unsicher macht.

Es sind die Folgen von Krebs und das Fehlen einer Familie, die die norwegische Fußballlegende unsicher machen lassen, ob es angemessen ist, seinen bald auslaufenden Vertrag zu verlängern.

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Rekdals Zukunft bei AaFK ist ungewiss

Kjetil Rekdals Vertrag bei Aalesund läuft im Sommer aus, und der erfahrene Trainer gibt nun zu, dass er keine Ahnung hat, was die Zukunft bringt. In einem offenen Interview mit Sunnmørsposten legt er seine Karten auf den Tisch.

Rekdal unterzog sich 2025 einer Krebsoperation und war überraschend ehrlich darüber, wie schwer die Zeit seitdem war. “Ich meinerseits habe keine Sekunde an 2027 gedacht”, sagt er zur Zeitung – und erklärt, dass die Krankheit alles in eine neue Perspektive gesetzt hat.

“In den ersten drei Monaten dieses Winters war ich zu 50 Prozent krankgeschrieben, und seitdem habe ich ein starkes Bedürfnis, mich selbst zu priorisieren und meine Zukunftspläne warten zu lassen. Ich habe es einfach Tag für Tag genommen”, fährt er fort.

Aber es ist nicht nur die Gesundheit, die auf einem lastet. Der Trainer spricht auch offen über eine anspruchsvolle Familiensituation:

“Es ist schwer, wenn man so viele Jahre hintereinander von zu Hause weg war. Meine Jungs werden fast erwachsen, bevor ich sie sehen kann, und plötzlich ziehen sie aus – die Zeit vergeht wie im Flug. Solche Dinge bedeuten mir viel, wenn ich Entscheidungen über die Zukunft treffen muss.”

Jetzt muss Rekdal wirklich darüber nachdenken – selbst wenn er überhaupt als Trainer weitermachen will:

“Ich muss es selbst herausfinden: Will ich das noch viele Jahre machen, oder sollte ich eine Weile etwas anderes machen und später wiederkommen? Im Moment habe ich keine Ahnung”, sagt er ehrlich.

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Sportdirektor in Aalesund, Oddbjørn Lie, steht an Rekdals Seite:

“Angesichts dessen, was Kjetil in den letzten neun Monaten durchgemacht hat, fühlte es sich nicht natürlich an, zu viel über die Zukunft zu sprechen. Unser Fokus lag immer darauf, uns um ihn zu kümmern und in einer sehr anspruchsvollen Zeit für ihn da zu sein”, sagt Lie.

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