sofort eine Entscheidung über die Zukunft von Thomas Tuchel treffen.

Thomas Tuchel wurde nach dem WM-Ausscheiden gegen Argentinien von Kritikern und Fans scharf kritisiert. Nun hat England eine Entscheidung über die Zukunft des Deutschen getroffen.

Es sollte Englands großer Abend werden. Stattdessen erlebte Atlanta einen weiteren englischen Schmerz, als Argentinien aus 1:0 2:1 wurde und die Three Lions aus dem WM-Halbfinale ausschied. Anthony Gordon brachte England in der 55. Minute in Führung – doch dann kam die Überraschung. Enzo Fernandez glich aus, und in der 91. Minute köpfte Lautaro Martinez hoch und schickte die amtierenden Weltmeister ins zweite Finale in Folge.

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Für England bedeutete das erneut, dass die Party abgesagt wurde. Das letzte Mal, dass sie ein Finale spielten, war 1966 auf heimischem Boden.

Tuchels Auswechslung bei schlechtem Wetter

Der Deutsche musste nach dem Spiel überprüfen. Als er den Matchwinner Gordon durch Ezri Konsa ersetzte und auf fünf Außenverteidiger wechselte, lud England Argentinien zum Angriff ein. Dan Burn und Nico O’Reilly kamen ins Spiel, und erst in der 96. Minute wurden Marcus Rashford und Ivan Toney für einen letzten Versuch eingewechselt.

Gegen Mexiko funktionierte es, als England mit zehn Mann brillant verteidigte und in Azteca einen historischen Sieg errang. Doch gegen Argentinien wurde diese Taktik bestraft.

Zwischen Gordons Führungstor und Martinez’ Siegtor hatte England nur 12 Prozent Ballbesitz. Zwölf Prozent in einem WM-Halbfinale.

Deutliche Ähnlichkeiten mit dem Schmerz der Vergangenheit

Das Szenario erinnerte verdächtig an die bitteren Ausscheidungen unter Gareth Southgate: zuerst punkten, dann halten, dann verlieren. Gegen Kroatien 2018, gegen Italien im EM-Finale 2021 – und jetzt gegen Argentinien 2026.

Viele stellten die Frage, ob Tuchel, der für das hinzugezogen wurde, was Southgate nie konnte, der richtige Mann für den Job war.

Tuchel bleibt – verspricht 2028 Rache

Trotz der Enttäuschung steht Tuchel weiterhin an der Spitze. Er hat einen Vertrag bis zum Ende der Europameisterschaft 2028, die England zusammen mit Wales, Schottland und Irland ausrichten wird – und er hat nicht vor, diese Position aufzugeben.

“Erstens: Die Weltmeisterschaft ist noch nicht vorbei. Wir haben noch ein Spiel zu spielen, auch wenn es nicht das ist, was wir wollten. Dann machen wir weiter. Ich habe einen Vertrag für die heimische Europameisterschaft und freue mich darauf – auch wenn es bisher schwer zu sehen ist”, sagte Tuchel nach dem Spiel.

Laut ESPN hat er auch die volle Unterstützung des FA. Er unterschrieb bereits im Februar eine Verlängerung und wird somit England weitere zwei Jahre anführen.

FA-Chef: “Herzzerreißend knapp”

FA-Chef Mark Bullingham lobte sowohl Tucel als auch die Spieler in einer Stellungnahme des Camps in Kansas City:

“Es bricht mir das Herz, so nah zu sein. Die Spieler und Thomas gaben heute alles, und der Kader, die Trainer und das unterstützende Team hätten im Turnier nicht härter arbeiten können. Ich möchte allen danken – und auch unseren wunderbaren Unterstützern hier in den USA und zu Hause ein herzliches Dankeschön senden. Wir spürten ihre Unterstützung auf jedem einzelnen Meter, und wir sind alle am Boden zerstört, dass es keine mehr gab.

Eine Schlacht bleibt übrig

Das englische Turnier ist noch nicht vorbei. Am Samstag erwartet das Bronzefinale in Miami gegen den Verlierer des anderen Halbfinals – ein Trostpreis, der hoffentlich nach einem brutalen WM-Ausscheiden ein kleines Lächeln zaubern kann.

Für Tuchel wartet die Aufgabe, für die er eingestellt wurde, noch: England den ersten Weltmeistertitel seit 1966 zu verschaffen. Er wird noch zwei Jahre Zeit haben, das zu versuchen.