Der Portugiese weiß, dass noch viel verbessert werden muss, aber es gibt ein Problem, das er noch nicht anerkannt hat

Jose Mourinho hat einen Trend erkannt, der sich zu wiederholen beginnt – und schon lange eine der besorgniserregendsten Nachrichten rund um Real Madrid ist: Das Team kreiert Chancen, Spiele zu gewinnen, verwandelt sie aber nicht und verliert nach der Halbzeit die Kontrolle. Das Muster kehrte gegen Elche wieder auf, in einem Spiel, das dank eines Tores von Carlos Espí ganz am Ende 2:3 endete – was der Debatte darüber, wie man Führungen verwaltet, neues Leben eingehaucht hat.

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Der portugiesische Trainer verzichtete darauf, seine Spieler nach dem Spiel öffentlich zu kritisieren. Seine Äußerungen waren deutlich zurückhaltender als die von Jesús Gallego, der Mourinhos Gelassenheit als Mittel verstand, schärfere Kritik an einem Team zurückzuhalten, das immer wieder Win-Win-Spiele entkommen lässt.

José Mourinho steht erneut vor demselben Problem

Real Madrid folgte in den letzten vier Spielen einem ähnlichen Ablauf. Sie verloren 0:1 gegen Betis, gewannen 2:1 gegen Inter, deklassierten Rayo Vallecano mit 4:1 und besiegten Elche knapp mit 2:3. In allen Spielen gab es jedoch Phasen, in denen sie das Ergebnis besser hätten kontrollieren und die Chance des Gegners auf ein Comeback hätten verringern können.

Das Spiel gegen Elche war das jüngste. Madrid führte vor der 33. Minute mit 0:2, ließ aber in der zweiten Halbzeit den Ausgleich zu. Carlos Espí musste in der Nachspielzeit aufspringen und 2:3 erzielen, um zu verhindern, dass sein Team nach einer klaren Führung zwei Punkte verlor.

Gegen Betis passierte auf der Anzeigetafel etwas anderes, aber aus demselben Grund. José Mourinhos Team hatte viele Chancen und dominierte einen Großteil des Spiels, konnte diese aber nicht verwerten und verlor schließlich mit 0:1. Der Trainer selbst argumentierte danach, Madrid habe genug Offensivleistungen kreiert, um ein anderes Ergebnis zu erzielen.

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Real Madrid muss das Tempo während des gesamten Spiels beibehalten

Das Problem ist nicht nur das Abschließen. Jesús Gallego verwies auch auf den Spannungsverlust nach der Halbzeit und die Reaktionen von der Bank. Gegen Elche verkürzte der Gegner in der 71. Minute den Rückstand auf 2:1, glich in der 83. Minute aus und zwang Madrid erneut dazu, ein Spiel zu verfolgen, das sie mit zwei Toren komplett kontrolliert hatten.

Mourinho hatte zuvor eine ähnliche Situation nach dem 4:1-Sieg gegen Rayo Vallecano eingeräumt und erklärt, dass das physische Niveau des Teams in der zweiten Halbzeit nachließ. Der Unterschied war, dass die damals in der ersten Halbzeit aufgebaute Führung Madrid einen nervösen Abschluss vermied.

Für Real Madrid besteht der nächste Schritt darin, beide Seiten des Problems anzugehen: mehr Chancen zu verwerten und die Kontrolle zu behalten, wenn sie führen. Wenn ihnen das nicht gelingt, steht der Gegner immer noch die Tür offen.

Die bevorstehende Herausforderung legt die Messlatte höher. José Mourinhos Mannschaft trifft im Stadtderby auf Atlético de Madrid – ein Spiel, in dem eine zweite Halbzeit wie die gegen Elche größere Konsequenzen haben könnte. Madrid geht mit positiven Ergebnissen in die Saison, braucht aber ihre Dominanz über die ersten 45 Minuten hinaus.

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