Chelsea dachte, sie hätten Benoît Badiashile endlich losgeworden, nachdem sie sich am Donnerstag mit Napoli geeinigt hatten. Jetzt hängt das gesamte Abkommen an einem seidenen Faden – wegen einer kleinen Million Euro.
Der zweifache französische Nationalspieler hatte an der Stamford Bridge eine schwere Zeit. Badiashile kam Anfang 2023 als großes Talent von AS Monaco zu einem Preis von 38 Millionen Euro.
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Dreieinhalb Jahre später hat der 25-Jährige nur 71 Einsätze für Chelsea absolviert. Verletzungen und mangelndes Selbstvertrauen von Enzo Maresca haben dazu geführt, dass er seit 2024 kaum noch gespielt hat. – Auch der neue Manager Xabi Alonso hat ihn nicht in seinen Plänen.
Letzte Saison bekam er etwas mehr als 1000 Minuten – und es ist schon lange klar, dass die Tage an der Stamford Bridge gezählt sind. Nachdem er in mehreren Transferfenstern mit dem Ausgang verbunden war, schien es diese Woche endlich locker zu werden.
Der Serie-A-Riesenklub Napoli erzielte einen Durchbruch in den Verhandlungen, nachdem Chelsea eine Leihgabe eröffnet hatte – obwohl sie diesen Sommer tatsächlich regelmäßige Verkäufe unerwünschter Spieler bevorzugen.
Der Badiashile-Transfer ist gefährdet
Transferexperte Fabrizio Romano berichtete am Donnerstag, dass sich die Vereine einig seien. Napoli sollte Badiashiles Gehalt für die Saison übernehmen, 3 Millionen Euro Leihgebühren zahlen – plus eine Million Boni. Außerdem sicherten sich die Italiener eine Kaufoption über 27 Millionen Euro für den nächsten Sommer.
Es schien ein risikoarmes Geschäft für Napoli zu sein. Romano gab dem Handel sein berühmtes “Los geht’s”.
Doch dann wendete sich alles.
Laut Gianluca Di Marzio traten am Freitag Komplikationen auf. Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis weigert sich, die Übergabe zu genehmigen – aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über eine Million Euro in einem sogenannten “Buyout-Bonus”.
De Laurentiis will die zusätzliche Million nicht zahlen. Und damit ist das gesamte Abkommen in Gefahr.
Aguerd kann den Platz einnehmen
Di Marzio fügt hinzu, dass Napoli nun Nayef Aguerd – den ehemaligen West-Ham-Spieler – in Betracht zieht. Der Marokkaner war diese Woche auf dem Weg zu Real Sociedad, doch der Transfer scheiterte, als der Verein bei der medizinischen Untersuchung Unregelmäßigkeiten entdeckte.
Es wäre ironisch, wenn der Marseille-Torwart nun in Neapel landet – wenn man bedenkt, dass der italienische Fußball einige der strengsten medizinischen Regeln Europas für Transfers hat.
Nun bleibt abzuwarten, ob Napoli die Jagd nach Badishile fortsetzt oder ob sie stattdessen das potenziell günstigere Aguerd wählen – oder eine völlig andere Option.
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