Die letzten beiden verbliebenen Teams des prestigeträchtigsten Turniers Europas treffen heute Abend in Budapest aufeinander – und beide Teams haben fast einen kompletten Kader zur Auswahl.
Arsenal und Paris Saint-Germain werden heute Abend im Champions-League-Finale nahezu verletzungsfreie Teams aufstellen.
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Nachdem Arsenal mit einem Spiel vor Schluss Premier-League-Meister geworden war, nutzte Mikel Arteta die Gelegenheit, mehrere seiner Stars der ersten Mannschaft im bedeutungslosen Saisonfinale gegen Crystal Palace zu schonen.
An diesem Nachmittag nahm er insgesamt neun Änderungen im Team vor. William Saliba, Bukayo Saka, Declan Rice und Martin Ødegaard kamen nicht einmal von der Bank, bevor es Zeit zum Feiern beim Schlusspfiff war. Es war eine seltene Gelegenheit für Arteta, die erste Mannschaft zu rotieren – etwas, worauf er während der gesamten Saison vorsichtig war.
Ben Whites einzige Abwesenheit
Die Gunners hatten in verschiedenen Phasen der Saison mit Verletzungen zu kämpfen, aber vor ihrem größten Spiel seit 20 Jahren ist Ben White der einzige Verletzungsausfall des Vereins.
Der Rechtsverteidiger musste Anfang dieses Monats mit einer saisonbeendenden Knieverletzung gegen West Ham aufgeben, was in dieser Position ein großes Problem darstellte. Jurriën Timber hat seit dem 2:0-Sieg gegen Everton im März nicht mehr gespielt, da eine lästige Leistenverletzung ihn in den letzten 14 Spielen nicht mehr aussetzen konnte.
Der Niederländer hat jedoch das Rennen gegen die Uhr gewonnen und ist bereit für das Finale. Arteta bestätigt, dass Timber heute Abend überhaupt bereit ist, zu starten, trotz der langen spielfreien Phase.
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Die Verfügbarkeit von Timber löst ein großes Problem auf der rechten Abwehrposition, und Arteta kann nun erstmals seit über zwei Monaten seine erste Wahl in der Abwehr wählen.
Aber es gibt noch ein oder zwei weitere Dilemmata für den Arsenal-Trainer zu lösen. Martín Zubimendi stand in allen 34 Premier-League-Spielen in der Startelf, bevor er gegen Fulham ausgewechselt wurde. Viele dachten, es sei an der Zeit – der Spanier wirkte desillusioniert und es fehlte die Brillanz, die manche dazu veranlasste, ihn als den besten Neuzugang der Saison zu bezeichnen.
Myles Lewis-Skelly wurde aus der Kälte geholt und in die zentrale Mittelfeldrolle gesetzt, die er immer bevorzugt hat. Gemeinsam mit Rice glänzte er in den Spielen gegen Fulham und Atlético Madrid, in denen Arsenal sich den Platz im Finale sicherte.
Zubimendi sagte diese Woche in einem Interview, er “fühle sich wieder normal”, nachdem er aus dem Team genommen wurde, aber aufgrund seiner frischen Form werde Lewis-Skelly das Vertrauen verdienen. Es gibt auch eine große Entscheidung vorne zu treffen: Kai Havertz oder Viktor Gyökeres?
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PSGs geheime Taktiken können sie heute Abend einsetzen
Im Halbfinalrückspiel von PSG gegen Bayern München setzte Matvey Safonov sieben seiner elf Torschüsse an diesem Abend direkt ins Spiel. Dennoch hob der Torwart keine einzige Hand zur Entschuldigung. Es gab keine Frustration von Enrique oder seinem Team an der Seitenlinie, und keine harten Worte von seinen Teamkollegen auf dem Platz. Es schien eine bewusste Taktik für diese Nacht zu sein.
Das Kicken des Balls aus der Seitenlinie ermöglichte es den PSG-Spielern, den Raum beim anschließenden Einwurf zu schließen, wobei der Druck direkt vor der Seitenlinie begann – was Bayern den Raum verwehrte, den Ball schnell nach vorne zu bringen. Die Taktik beseitigte zudem die Gefahr, Kopfballverliere bei Abstößen zu verlieren und möglicherweise im Hinterraum kontert zu werden.
Die Taktik sorgte dafür, dass jedes Mitglied von Enriques Team genau dort war, wo er es haben wollte. Es begrenzte auch Michael Olises Einfluss. Der ehemalige Star von Crystal Palace nahm seinen Platz auf der rechten Seite von Bayerns Angriff ein und sorgte im Hinspiel in Paris für Chaos. Im Rückspiel sorgte die Torschießroutine dafür, dass seine Seite des Spielfelds gesperrt und voller PSG-Trikots war. Olise fand bei Kontern nicht den Raum, in dem er aufblüht, und wurde in enge Mittelfeldbereiche gezwungen – genau dort, wo PSG ihn haben wollte.
PSG hofft, dasselbe mit Bukayo Saka auf der rechten Seite von Arsenal zu tun.
Paris Saint-Germain XI gegen Arsenal
PSG hat zudem vor dem Finale eine saubere Gesundheit, wobei kleinere Bedenken bezüglich Ousmane Dembélé in der vergangenen Woche nachgelassen haben.
Er startete im letzten Ligue 1-Spiel des Teams gegen den Nachbarrivalen Paris FC, musste jedoch bereits nach 27 Minuten am Nachmittag das Feld verlassen. Der französische Nationalspieler nahm am vergangenen Wochenende nicht an einem internen Freundschaftsspiel teil, hat aber diese Woche betont, dass er zu 100 Prozent gesund und startbereit ist.
Achraf Hakimi hat seit seiner Muskelverletzung im Hinspiel des Halbfinales gegen Bayern München nicht mehr gespielt, ist aber ebenfalls verfügbar.
Warren Zaire-Emery ist in den letzten Wochen in Hakimis Abwesenheit als Rechtsverteidiger eingesprungen, und er hat gute Argumente dafür, seinen Platz zu behalten, obwohl Hakimi spielbereit ist.
Lucas Chevalier und Quentin Ndjantou haben beide nach ihrer Rückkehr von Verletzungen den endgültigen 24-Mann-Kader geschafft.
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