Am Freitagnachmittag ging die am wenigsten überraschende Bombe des Jahres im norwegischen Fußball los. Eirik Bakke ist nach einer langen Phase schlecht verborgener Frustration mit sofortiger Wirkung als Cheftrainer von Åsane zurückgetreten.
Åsane hat auf etwas diffuse Weise eine neue Strategie nach einer Phase schlechter Finanzen gezeigt, oder wie sie selbst schreiben: “Der Vorstand von Åsane Fotball hat diese Woche bewusste Entscheidungen für die weitere Entwicklung des Vereins getroffen. Mit lokalen Wurzeln, Entwicklung und Nachhaltigkeit als Säulen geht der Verein nun den nächsten Schritt in einer langfristigen Arbeit, sowohl sportlich als auch organisatorisch weiter auszubauen.”
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Laut Bergens Tidende liegt der Rücktritt daran, dass die Parteien “unterschiedliche Ansichten über den weiteren Weg” haben.
Bakke übernahm Ende Juli 2024 die Trainerverantwortung und hatte zunächst einen Vertrag, der bis zur Saison 2026 reichte.
– Wir möchten Eirik für den Einsatz danken, den er seit Sommer 2024 für Åsane Fotball geleistet hat. Er war professionell in seiner Herangehensweise und loyal in seiner Arbeit für den Verein. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft, sagt Geschäftsführer Trygve Amundsen von Åsane Fotball.
– Ich möchte Åsane Fotball für die Zeit im Verein und für die gute Zusammenarbeit mit Spielern, Unterstützungspersonal und Verwaltung danken. Ich wünsche dem Club viel Glück”, sagt Bakke.
Åsane belegte in der Saison 2025 den 12. Platz in der OBOS-Liga und sicherte damit die Kontinuität auf der zweithöchsten Ebene. Bakke war zuvor Trainer bei Sogndal und Lillestrøm. – Als aktiver Fußballspieler begann Eirik Bakke sowohl seine Karriere als auch beendete er in Sogndal. Er stand sechs Jahre bei Leeds unter Vertrag und verbrachte eine Saison auf Leihbasis bei Aston Villa. Der Innenverteidiger hat außerdem vier Jahre bei Brann und mehrere internationale Spiele absolviert.
Zuvor ging er hart gegen das Vereinsmanagement aus
Bereits im August letzten Jahres sorgte Bakke für Aufsehen, als er sich in Bergensavisen energisch gegen seinen eigenen Arbeitgeber aussprach.
“Ich weiß nicht, wie lange ich Åsane trainieren werde, wenn der Verein auf diese Weise geführt wird”, sagte Bakke damals.
Der Hintergrund der Frustration war, dass Åsane Anfang des Sommers ernsthafte finanzielle Probleme öffentlich gemacht hatte. Mitarbeiter wurden um Gehaltskürzungen gebeten, und mehrere Spieler verschwanden aus dem Kader.
“Außerdem haben wir sieben oder acht Spieler mit auslaufenden Verträgen. Es gibt noch viel zu tun, und ich glaube nicht, dass der Club das versteht. Manche Leute denken, dass sich alles von selbst ergibt, aber das ist nicht so. Am Ende steigt man ab”, sagte ein damals sichtlich frustrierter Bakke.
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