Chelsea wurde von der Premier League ein Transferverbot verweigert, kann aber mit weiteren Sanktionen rechnen.
Neue Untersuchung läuft
Chelsea könnte härtere Strafen erwarten, nachdem dem Verein bereits eine Transfersperre und eine Geldstrafe von der Premier League auferlegt wurden.
Am Montag wurde bekannt, dass der Londoner Klub eine Rekordstrafe von 10,75 Millionen Pfund wegen Verstoßes gegen Vorschriften im Zusammenhang mit früheren Transfers über einen Zeitraum von sieben Jahren erhalten hat.
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Laut den Vorwürfen soll Chelsea zwischen 2011 und 2018 insgesamt 74 Verstöße begangen haben, nachdem geheime Zahlungen von 47,5 Millionen Pfund an Agenten und Dritte, die mit dem zweifachen Champions-League-Sieger verbunden sind, aufgedeckt wurden.
Transfers mit großen Namen wie Eden Hazard, Nemanja Matic, Willian, Ramires, David Luiz, André Schürrle und Samuel Eto’o wurden genau beobachtet – ohne dass die Spieler selbst strafrechtlich beschuldigt wurden. Vier weitere Spielernamen sind im Bericht geschwärzt.
Chelsea, das derzeit BlueCo und Todd Boehly gehört, berichtete bei ihrem Kauf 2022 über finanzielle Unregelmäßigkeiten der Premier League, der FA und der UEFA. Nun wurden dem Verein zwei Transferverweigerungen auferlegt – eine einjährige Sperre, die für zwei Jahre ausgesetzt wurde, und eine neunmonatige Sperre für die Verpflichtung von Akademiespielern.
Der Verein hat die Entscheidung der unabhängigen Kommission akzeptiert, und laut BBC hat die Berichterstattung auf eigene Initiative ihnen geholfen, eine zweijährige Transferverweigerung zu vermeiden. Die Premier League hat bestätigt, dass “außergewöhnliche Zusammenarbeit” und “proaktive Selbstmeldung” dazu geführt haben, dass die Geldstrafe von 20 Millionen Pfund halbiert wurde.
FA-Ermittlungen nähern sich ihrem Ende
Dennoch bleibt eine separate Untersuchung des FA im Zusammenhang mit mutmaßlichen Verstößen gegen ihre Vorschriften.
Laut dem Daily Express muss der Verein keine Punkte abziehen, obwohl der FA die volle Befugnis hat, diese zu verhängen. Stattdessen werden weitere Geldstrafen erwartet. Die Times berichtet, dass die FA-Untersuchung, die im September angekündigt wurde, nun ihrem Ende entgegengeht.
Das Urteil der Premier League besagt: “Die Untersuchung ergab, und der Verein hat zugegeben, dass die Zahlungen mit Wissen und Zustimmung bestimmter ehemaliger leitender Mitarbeiter und/oder Direktoren des Vereins geleistet wurden. Die Zahlungen erfolgten über Dritte mit Mitteln, die vom damaligen Eigentümer Roman Abramowitsch kontrolliert oder mit ihm verbunden waren.”
Chelsea erklärt, sie seien “froh, dass der Fall nun abgeschlossen wurde”.
Sportlicher Fokus trotz des Falls
Chelsea steht derzeit auf dem sechsten Platz der Premier League und verlor zuletzt gegen Newcastle in der Stamford Bridge. Am Dienstagabend erwartet das Rückspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen den amtierenden Meister Paris Saint-Germain.
Das Team liegt im Hinspiel in Paris mit 5:2 zurück, und Liam Rosenior hält die Nachricht vom Elfmeter vor dem Spiel nicht für eine willkommene Ablenkung.
“Es gibt keine negative Ablenkung. Im Gegenteil – jetzt ist diese Sache tot, und wir können weitermachen und planen, diesen Club langfristig so stark wie möglich zu machen. Das ist das Ziel der Eigentümer, von mir selbst und aller im Club”, sagte er auf der Pressekonferenz.
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